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Matt oder glänzend? So einfach ist die Frage nach den Fronten nur leider nicht zu beantworten. Täglich erlebe ich es in meinen Gesprächen, dass die Kücheninteressenten über die Materialmöglichkeiten der Fronten wenig Vorahnung in ein Planungsgespräch mitbringen. Somit ist die Vergleichbarkeit von Küchenangeboten auf einer fairen Basis fast nicht möglich. Deshalb schreibe ich genau heute diesen Artikel, damit Du bei Deinem Planungsgespräch optimal vorbereitet bist. Die Küchenfronten fallen als Erstes ins Auge und prägen das Gesamtbild der Küche. Die Vielzahl der Oberflächen gibt es in verschiedenen Qualitäten: glänzend ist nicht gleich

glänzend und auf keinen Fall immer Hochglanzlack und wie sieht es mit der Kantenbeschaffenheit der Fronten aus? Hat der Hersteller die einzelne Front rundum lackiert oder wurde  ein Lacklaminat auf den Holzträger gesetzt und ringsum eine Kante angefahren.

Du siehst es ist nicht ganz so einfach…

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Die Auswahlmöglichkeiten an Frontmaterialien sind schier grenzenlos...hier sehen viele vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr...


Küchen setzen sich aus einer hohen Vielzahl verschiedener Bauteile zusammen, jedoch was sofort ins Auge fällt ist: die Küchenfront. Sie bestimmt den optischen Ersteindruck. Bei der Auswahl der Materialien sollte ein besonders großes Augenmerk auf die Front gesetzt werden. Die verschiedenen Materialien sind in folgende Kategorien einzuteilen: Melaminfronten, Schichtstofffronten, Folienfronten, Acrylfronten, Echtlackfronten, Lacklaminatfronten, Glasfronten, Echtholzfronten und Spezialfronten. Bei der Unterteilung unterscheide ich nur in der Materialität, in den einzelnen Kategorien gibt es durch Farben, Muster und Strukturen noch unendlich weitere Möglichkeiten, Deiner neuen Küche einen exklusiven Touch zu verleihen

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Für die Auswahl der Fronten sollte man ein wenig Zeit investieren, um die grenzenlosen Möglichkeiten auch für sich zu entdecken.


# MELAMINFRONTEN

    Bei dieser 'Frontensorte' spricht man von einer Direktbeschichtung. Auf den Holzwerkstoff (die Trägerplatte / Span-oder MDF Platten) werden harzgetränkte Dekorpapiere mit Druck und Temperatur aufgebracht. Beim Heißverpressen schmilzt die Melaminharzschicht zwischen Papier und Platte und bildet eine irreversible Verbindung. Die Vorteile liegen hier klar auf der Hand, durch die Aufbringung von Dekorpapieren bietet die Melaminbeschichtung eine unendliche Vielzahl von Farben und Mustern, ob Uni, in Holz- oder Fantasiedekoren, bei dieser Art, ist alles möglich. Des Weiteren ist diese Produktionsart relativ preisgünstig, pflegeleicht und extrem widerstandsfähig.

 

#SCHICHTSTOFFFRONTEN

    Diese Fronten werden in einem zweiteiligen Arbeitsgang hergestellt: der Produktionsablauf besteht zuerst darin, mehrere Lagen melaminharzgetränkter Dekor- und Kraftpapiere zu Schichtstoff zu verpressen, bevor diese dann im zweiten Arbeitsgang auf die Holzwerkstoffplatte aufgebracht wird. Die Materialstärke des Schichtstoffs beträgt dabei bis zu einem Millimeter. Wie bei den Melaminfronten ist es auch bei diesem Herstellungsprozess möglich, über Strukturgeber im Pressblech (von glänzend bis strukturiert) Oberflächeneffekte zu erzielen. Auf Grund des sehr ähnlichen und verbesserten Produktionsprozesses gegenüber der Melaminvariante sind diese Fronten extrem widerstandsfähig, robust und pflegeleicht. Durch die stärkere Oberfläche ist die Front härter und porenlos. Bei dieser Frontenart ist es neben dem Auffahren von geraden Kanten, ebenso möglich abgerundete Kanten an zwei Seiten, sogenannte "Postformingkanten" an den Fronten anzubringen.

 

#FOLIENFRONTEN

    Der Einsatz dieser Fronten ist Jahre nach deren Einführung mit großen negativen Schlagzeilen belegt, haben doch viele Haushalte heute Küchenmöbel in Ihrem Zuhause, bei denen sich die Folien von den Trägerplatten lösen.  In deren Produktionsprozessen werden mehrere Lagen polymerer Werkstoffe heiß verpresst, danach lackiert und geprägt. Die Trägerplatten werden vollflächig und "um" die Kanten mit dieser entstandenen polymeren Folie ummantelt. Dadurch ist es gerade bei nicht "geraden" Fronten, wie im Landhausbereich einfach möglich, sehr ausgefallene Frontformen mit Rillen und Profilierungen zu belegen und diese auch noch in unterschiedlichen Farbnuancen. Dieser Vorgang ist natürlich sehr viel günstiger  als jede einzelne Front mit Echtlack zu versehen. 

 

 

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Glasfronten können in sämtlichen Farben (alle RAL und NCS Farben) hinterlackiert werden.


# ACRYLFRONTEN

    Der Produktionsprozess von Acrylfronten läuft wie folgt ab: Mehrere Lagen polymerer Kunststoffe ergeben ein Material mit einer Stärke von bis zu einem Millimeter. Die Deckschicht ist aus Acryl, PMMA, oder Plexiglas. Das Material wird vollflächig auf einer melaminbeschichteten MDF-Platte verklebt. 

Durch dieses Herstellungsverfahren entstehen Fronten mit einem sehr hohen Glanzgrad und einer hohen Glanztiefe, die optisch an eine Echtglasfront erinnert. Die Vorteile einer Acrylfront gegenüber einer Echtglasfront sind, dass diese preisgünstiger und leichter sind. Ebenso ist es möglich diese mit normalen Holzwerkzeugen nachzuarbeiten. Leicht Kratzer können einfach mit einer Politur wieder aufgearbeitet werden.

 

# ECHTLACKFRONTEN

    Als Trägermaterial wird bei Echtlackfronten das Material MDF verwendet. Diese werden zunächst mit einer Melaminrückseite zugeschnitten und profiliert. Danach werden mehrere Lagen Grundier- oder Polyester-Lacke als Füller aufgetragen, zwischengeschliffen und gehärtet. Einige, vor allem hochwertige Küchenhersteller, haben eigene Lackierstraßen in Ihren Werken. Durch die hausinterne Verarbeitung, bieten diese Hersteller Lackfronten in allen RAL - und NCS Farben (der Hersteller LEICHT sogar in Le CorbusierFarben) an, was unzählige Möglichkeiten bietet, Deiner Küche eine auf der Welt einmalige Gestaltung zu verleihen. 

Lackoberflächen können in matt oder glänzend hergestellt werden.  Mit einer Lackfront erwirbst du pure Materialästhetik, sowie eine strapazierfähige und leicht zu reinigende (ABER VORSICHT: nicht mit Microfasertüchern) Front!

 

# GLASFRONTEN

    Auf die Holzwerkstoffplatte (Trägermaterial) wird eine Sicherheitsglasplatte (meistens ESG-Glas) verklebt. Je nach Hersteller wird als seitlicher Kantenschutz eine umlaufende Kante aus Acryl aufgebracht. Der Produktionsprozess und somit auch die Glasfronten sind sehr kostenintensiv und hochwertig. Auch bei diesem Frontenmaterial besteht die Möglichkeit eine Vielzahl von Farbvarianten (ebenso RAL; NCS; LC) unter der Glasplatte rückseitig zu lackieren. Eine weitere Variante ist, die Rückseite digital zu bedrucken. Glasfronten sind optisch fast unschlagbar, bieten einen edlen Glanzgrad und sind extrem widerstandsfähig. Auch die Mattglasvarianten sind wunderschön und werten jedes Zuhause auf. 

 

# SPEZIALFRONTEN

    Neben den aufgeführten "Standartfrontmaterialien" gibt es je nach Ausrichtung des Küchenherstellers noch weitere "Spezialfronten". Durch diese Sonderfronten ergänzen die Küchenhersteller ihr Produktportfolio und ermöglichen dadurch, der Küchenplanung noch einen besonderen Touch zu verleihen. Die Trägermaterialien werden mit den verschiedensten Materialien belegt, wie beispielsweise Echtbeton oder Zementfronten, Fronten mit Metallbelägen, Steinfurnieren oder in den Edelmetalllacken Gold, Silber, Bronze oder Kupfer. Ganz ausgefallen sind auch die Varianten mit Tafellacken, Leder oder anderen Fellimitaten.

Sehr häufig werden diese Frontmaterialien jedoch nicht für die komplette Küchenplanung eingesetzt, sondern als optische Highlights für einzelne Schrankmodule verwendet.

Ebenso bei den Lackfronten bietet sich die Möglichkeit die komplette Farbpalette einzusetzen.


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